Mittwoch, 24. Oktober 2007

Besuch von "unten"

Mein Router stellte ohne Vorwarnung den Dienst ein - nur noch blinken wollte er. Das aber lag nicht in meinem Sinn und so "resetete" Ich und meldete neu an, so "re-resetete" Ich und meldete erneut neu an, so "Werkeinstellte" und - ja - meldete wieder neu an. Alles vergebens.
Der Teufel selbst hat sich wohl in diesem Stück Kommunikationselektronik manifestiert, der Hardware gewordene Fürst der Dunkelheit mit seinem Softwaregewordenen Beelzebub sozusagen.

Ich hatte mich also darauf vorbereitet am Tag darauf per Telefon einen Exorzisten mit ins Spiel zu bringen. Fest entschlossen startete Ich vorab Firefox bar jeder Hoffnung auf die Startseite. Doch was geschah? Brüder und Schwestern im elektronischen Geist, ihr ahnt es: Alles funktionierte, als wäre nie etwas gewesen.

Um es frei nach E. A. Poe zu schreiben:

"Das allein ist mein begehr:
Ein funktionierender Router und nicht mehr.
Sprach der Rabe: Nimmermehr"

Ich traue dem Frieden nicht ganz, doch der Himmel ist voller Götter.



2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Router her"
Was für ein Segen! Denn ohne die Gnade der Götter könnte ich hier und heute nicht schreiben.
Sherlock

Anonym hat gesagt…

Wunder der Technik, ein Fachmann könnte es wohl erklären....
Wie mit dem Router, der wundersamer Weise seinen Dienst wieder aufnimmt, sitzt man auch schon mal mit offenem Mund vor Staunen vor dem Computer, wenn er ohne jede Vorwarnung runterfährt... In dem Moment aber, wenn sich das Gefühl der Panik in einem breit machen will, fährt er wieder hoch und tut, als sei nichts gewesen und die Kinlade fällt vollens runter. Allerdings macht sich auch ein Gefühl der Freude breit, dass er wohl doch nicht gerade kaputtgegangen ist.
Radetzki